
Früher, aber auch leider heute noch, werden viele Hunde mit Härte und Strenge erzogen. Schläge mit der Leine, Einsatz von Teletac-Geräten etc. ist auch heute leider noch häufig an der Tagesordnung. Häufig werden auch Reitgerten und Rohrstöcke eingesetzt. So sind mir Fälle bekannt, wo Jäger bei Treibjagden diese Utensilien in ihren Stiefeln mitführen.
Doch muss das sein?? NEIN !! Wer seinen Hund liebt, erzieht ihn sanft und liebevoll !!
Allgemein bekannt sind Hundeplätze verschiedener Qualität. Keinem solcher Vereine unterstelle ich Leichtfertigkeit oder Unwissenheit - eben nur eine andere Ausbildungsmethode.
Diese Hundevereine agieren auf eingefriedeten Plätzen. Doch nach einiger Zeit sieht der Hund diesen Platz als "sein zweites Zuhause" und verhält sich da ganz anders als im "normalen Leben".
Darüber hinaus gibt es zwingend erforderliche Lernziele, die ein Hundeverein alleine schon aus personellen und zeitlichen Gründen nicht vermitteln kann.
Dann hat man in den Vereinen Gruppenarbeit mit einer Vielzahl von Hunde in einer Gruppe.
Welcher Ausbilder übersieht da nicht Fehler?
Ich biete die Ausbildung nur mit einem Hund und Halter/in. Somit kann ich mich während der Übungsstunden uneingeschränkt auf dieses Hund-Mensch-Team konzentrieren.
Mein Ausbildungsangebot :
Analyse der Hund-Mensch-Partnerschaft Die meisten Fehler werden vom Menschen gemacht.
Dominanzverhalten des Hundes reduzieren Die Rangfolge im Mensch-Hund-Rudel
Sie bekommen Besuch Der Hund reagiert überschwenglich oder ablehnend. Was tun?
Der Einsatz von Leckerlies Nach einer gewissen Zeit soll dieser abgebaut werden und der Hund wird verbal gelobt.
Gehen an der Leine Wie wird der Hund an der Leine gehalten.
Konsequente Leinenführung, hierbei verstärkt man die Mensch-Hund-Bindung mit Richtungswechsel. Linkskehrtwende, links herum, rechts herum
"Bei Fuß", "Sitz", "Platz" mit verbalen Kommandos
"Pfui" Wichtiges Kommando, womit man dem Hund zu erkennen gibt, was er nicht aufnehmen darf.
"Aus" Ist anzuwenden, wenn der Hund sich falsch verhält oder etwas falsches macht.
"Bleib" Die Bezugsperson entfernt sich gering. Anfangs mit dem Hund übergelegter Leine.
Gehen ohne Leine mit dem unter "konsequente Leinenführung" erlerntem Verhalten der Bezugsperson
"Vorsitz" Der Hund kommt auf Kommando und setzt sich gerade vor seine Bezugsperson
Erlernen von Sichtzeichen Vorübergehend verwendet man dann verbale Kommandos und Sichtzeichen gleichzeitig. Hat der Hund die Sichtzeichen kennengelernt, benutzt man möglichst nur die Sichtzeichen.
Ablegen des Hundes mit Entfernen der Bezugsperson Der Hund bleibt mit übergelegter Leine liegen
Ablegen des Hundes Die Bezugsperson entfernt sich (bis zu 5 Minuten) und ist für den Hund nicht mehr sichtbar
"Vorsitz" von Hinten Diese Übung fordert die Aufmerksamkeit des Hundes und macht dem Hund viel Spaß
Zusammentreffen mit Artgenossen Gleichgeschlechtlich, das andere Geschlecht, Größenunterschiede
Hunde und Kinder Kindern den richtigen Umgang mit Hunden zu erklären ist genau so wichtig, wie den Hunden das Verhalten Kindern gegenüber beizubringen.
In Wald und Feld Der Hund darf auch bei Freilauf nicht ins Unterholz oder über die Felder
Stadttraining Hier ist die Reaktion des Hundes auf verschiedenste Gerüche, Geräusche und andere Einflüsse zu trainieren
Der Hund in öffentlichen Verkehrsmitteln Die Nutzung des ÖPNV findet nicht täglich statt. Daher stellt dies für den Hund eine Stress-Situation dar.
Ein richtiges, beruhigendes Verhalten in öffentlichen Verkehrsmittels sollte erlernt werden.
Hunde am Fahrrad Dies nur, wenn der Hund gesund und mindestens 2 Jahre alt ist.
Hunde im Wasser
Schwimmen ist das Gesündeste für den Bewegungsapparat des Hundes.
Trotzdem VORSICHT an verschiedenen Gewässern.
"Kampfhunde"
(Textquelle www.astrid-rene.at)
Den folgenden Ausführungen von Frau Astrid Mascherbauer aus Wien schließe ich mich inhaltlich an:
Wir beide lehnen die Bezeichnung "Kampfhund" entschieden ab, da es einfach keine Hunde gibt, die von Grund auf böse oder gefährlich sind. Allein der Mensch formt das Tier zu dem, was es später ist. Hier unsere Gedanken zu diesem hochgespielten und oftmals nicht objektiv behandelten Thema:
Viele der unter "Kampfhund" deklarierten Rassen wurden ursprünglich zum Schutz des Menschen oder seiner Nutztierherden gegen wilde Tiere oder aber zur Jagd auf wehrhaftes Großwild gezüchtet. Dementsprechend benötigte man Hunde mit extremem Mut, großer Ausdauer, schnellen Reaktionen usw. Einige dieser Rassen wurden auch als Kriegshunde oder für Tierkämpfe eingesetzt und für dieses blutige Vergnügen extra gezüchtet. Als Beispiele seien folgende genannt: Der American Staffordshire Terrier, der in der Arena so viele Ratten wie möglich in kürzester Zeit töten sollte oder sich in Hundekämpfen auf Leben und Tod gegen Artgenossen oder andere Tiere (Dachs, Bär…) beweisen musste. Der Fila Brasileiro - gezüchtet zum Aufspüren großen Wildes – der aber die Beute nicht angriff sondern bis zum Eintreffen des Jägers in Schach hielt, weswegen man ihn sich auch beim Sklavenhandel zu Nutze machte. Die Bordeauxdogge die für Wildschwein- und Bärenjagd verwendet wurde, oder der Molosser, den schon die Römer zu Kriegszwecken gegen feindliche Armeen einsetzten.
Trotzdem (oder gerade weil?!?) manche Rassen früher speziell für dermaßen fragwürdige Zwecke/Vergnügen des Menschen gezüchtet wurden, sind diese Tiere sehr menschenbezogen und seit Tierkämpfe verboten und Kriegshunde durch die heutigen gefinkelten Waffen ersetzt wurden, haben sich viele Züchter bemüht, die positiven Eigenschaften herauszuheben und familienfreundliche Tiere zu züchten. Nichts desto trotz gibt es leider immer noch Menschen, denen solche Eigenschaften nicht am Herzen liegen, die mit wesensschwachen Tieren züchten oder ihre Hunde gezielt aggressiv machen.
Gerade der Titel Kampfhund und die angebliche Gefährlichkeit macht Tiere dieser Rassen leider für unverantwortliche Leute besonders attraktiv – für sie stellt so ein Hund ein Status- und Machtsymbol dar. Der Spruch: "Wie der Herr, so das G’scherr" kommt nicht von ungefähr. Beobachtet mal, welche Personen besonders oft mit sogenannten Kampfhunden – die ihre Menschen keuchend hinter sich herziehen und offensichtlich kaum von ihnen gebändigt werden können – herumspazieren. Jemand der einen Hund gerade deshalb hält, weil er von vielen Menschen gefürchtet wird und zum Gewaltsymbol degradiert wurde, wird wahrscheinlich herzlich wenig dazu beitragen, seinen Hund zu einem liebeswerten und bedenkenlosen Gefährten zu formen; ist wahrscheinlich nicht einmal daran interessiert überhaupt Informationen zur artgerechten Hundehaltung einzuholen.
Wir möchten aber unbedingt darauf hinweisen, dass der weitaus größere Teil der "Kampfhundbesitzer" Menschen sind, die ein Exemplar besagter Rassen einfach aus Liebe zum Tier halten; wo die Hunde in Haushalten mit Kindern, Katzen oder anderen Tieren leben und niemals auffällig werden! Leider werden – wie bei zahlreichen anderen Themen - aber immer die negativen Beispiele besonders herausgekehrt, während die positiven verschwiegen werden.
Der Begriff Kampfhund ist also nicht nur irreführend und macht diese Rassen für fragwürdige Personen attraktiv, er ist zudem noch rassistisch und trägt dazu bei, dass diese Tiere und ihre Halter mit einem Stempel versehen und angefeindet werden. Das geht tw. so weit, dass die Hundesteuer für diese Rassen ins Unermessliche gesteigert wird, Hund und Halter an bestimmten Plätzen oder in manchen Hotels nicht mehr verkehren dürfen oder gar beschimpft werden, bis hin zu den merkwürdigen Ausformungen der Kampfhundeproblematik in Deutschland, die mit ihren Ideen zu Rasseverboten oder sogar Vernichtung stark an eine "Endlösung" erinnert. Betroffen sind davon aber nicht nur reinrassige Hunde, sondern auch Mischlinge, deren Vorfahren möglicherweise zu einer als Kampfhund eingestuften Rassen gehörten.
Vor allem die Medien tragen mit ihrer oft einseitigen Berichterstattung viel zu diesem Thema und den damit verbundenen häufig hysterischen Reaktionen bei. Tatsächlich gibt es jedoch Studien, die belegen, dass vor allem Hunde anderer Rassen hauptsächlich an Bissunfällen beteiligt sind; an aller erster Stelle stehen dabei Mischlinge, gefolgt vom deutschen Schäferhund. Ebenfalls oft vertreten sind u.a. Chow-Chow, Husky, Labrador, Collie oder Cocker-Spaniel. Im Endeffekt ergibt sich aus all diesen Studien, dass sogenannte Kampfhunde nicht öfter beißen als der durchschnittliche Hund. Gefährlicher und aufsehenerregender sind jedoch die Verletzungen die bei Unfällen mit "Kampfhunden" zustande kommen, insgesamt sind diese Rassen aber von "Natur aus" nicht aggressiver oder gefährlicher als andere Hunde. Unserer Meinung nach lässt sich jeder Hund zu einem freundlichen, liebenswerten Geschöpf oder einer gefährlichen "Bestie" erziehen – es liegt allein am Hundehalter, was er aus seinem Tier macht. Als eindrucksvolles Beispiel wollen wir hier den Film: "Der weiße Hund von Beverly Hills" (engl.: "White Dog") von Samuel Fuller nennen, indem ein weißer Schäferhund (der ja definitiv nicht zu den "Kampfhunden" zählt) von Rassisten zu einem sogenannten White dog abgerichtet wurde – also einer "Bestie", die farbige Menschen anfällt.
Neben manchen Hundebesitzern, die durch ihre fragwürdigen Ideale, mangelndes Hundeverständnis und ihr oft rücksichtsloses Verhalten zur negativen Meinung beitragen und für manchen Unfall verantwortlich sind (generell muss immer der Mensch für Unfälle mit Hunden verantwortlich gemacht werden, niemals darf man dem Hund die Schuld dafür geben), provozieren aber auch manche Leute durch Fehlverhalten. So können wir bei uns daheim immer wieder Menschen beobachten, die vor unserem Grundstück stehen und die Finger durch den Zaun stecken, wenn unsere Hunde dahinter sitzen. Oder Leute, die schnurstracks auf unsere Tiere zugehen und sie ungefragt angreifen wollen. Kein Hund fällt einen Menschen zum "Spaß" an, es gibt immer einen Auslöser für eine Hundeattacke. Dieser liegt zweifelsohne manches Mal außerhalb unserer Wahrnehmung und lässt sich für uns nicht nachvollziehen. Ein besseres Verständnis für unseren besten Freund und angemessenes Verhalten ihm gegenüber hätte in vielen Fällen aber einen Unfall vermeiden können.
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